Die Bockwindmühle
Nach Hinrich Hesses Nachforschungen aus dem Jahre 1929 war die beim Dorfe Hohnebostel im Landkreis Celle stehende und damals immer noch fleißig arbeitende Bockwindmühle die alte hannoversche Erbzinsmühle vom "Himmelreich Rondehl", die nach rund 400 Jahren ihrer Errichtung immer noch in Betrieb war. Sie wurde 1580 auf dem Windmühlenrondell, wo heute Karmarschstraße auf den Friedrichswall trifft, errichtet. 1701 steht sie auf dem Bärendondell, südlich des Aegidientors. 1748 wanderte sie zur Sparrenbergbastion, gegenüber der später nach ihr benannten Windmühlenstraße. 1844 muss sie Georg Ludwig Friedrich Laves neuem Hoftheater weichen und gelangte auf den Emmerberg, heute Meterstraße. 1863 steht sie auf dem Engesohder Berg, und 1872 verkauft man sie an einen Müller, der sie 1873 auf der Heidedüne bei Hohnebostel wieder in Gang bringt.
1882 wechselte sie den Besitzer und 1895 abermals. In den 30er Jahren stellte sie den Betrieb ein. 1933 wurde sie auf Anregung von Heimatfreunden als historisches Baudenkmal für die Landeshauptstadt Hannover vorgeschlagen und im Jahre 1938 für ganze 750 Reichsmark angekauft.Im neuen "Hermann-Löns-Park" am Anna-Teich gelangte die Mühle in der Form eines Freilichtmuseums zur Ausstellung.

Das Hauptgebäude
Die alte "Meierei" aus dem Jahr 1721 enstammt dem damaligen Dorf Wettmar im heutigen Burgdorf. Das Gebäude hatte zuletzt als Jugendherberge gedient und galt als erhaltungswürdiges Beispiel altniedersächsischer Baukunst und kam ebenfalls als Baudenkmal in den Hermann-Löns-Park. Unter Wahrung der alten Formen und Verwendung des alten Baumaterials wurde dieses schöne alte Bauwerk aus dem 18. Jahrhundert in den Jahren 1938 bis 1939 unter Leitung von Zimmermeister und Bauingenieur Hermann Flamme wieder aufgebaut. Die stilecht gestaltete Inneneinrichtung dient seitdem den Spaziergängern als Erquickung und Erholung.

Das "Lönshaus"
Als drittes Bauwerk kam ein aus dem Jahre 1636 stammender Kornspeicher hinzu, der ursprünglich vom hannoverschen Ratsherrn und Großkaufmann Johann Duve (1611-1679) auf seinem Hofe in Eystrup, Kreis Verden, erbaut worden war. Auch dieser Bau ist ein Zeugnis hervorragender Arbeit der niedersächsischen Zimmermannszunft. Heute dient dieses sogenannte "Lönshaus" für Festlichkeiten - wie Hochzeiten, Taufen, Geburtstage und ähnliche Anlässe. Diese historische Häusergruppe ist seitdem für den Bürger der Landeshauptstadt Hannover in dem schönen Hermann-Löns-Park mit dem Parkrestaurant Alte Mühle nebst Gartencafé eine idyllische Stätte der Besinnlichkeit und Erholung und hält Erinnerungen an längst vergangenen alten Zeiten wach. |